Zwei Erden reichen oft nicht!

Ökologischer Fußabdruck beim BILA-Fest

Die Aktiven der Fairtrade-Gruppe Sinzig beteiligten sich mit einer erkenntnisreichen Aktion am BILA-Fest. Mit einem ökologischen Fußabdruck konnten die Teilnehmenden feststellen, wie viele Erden sie bräuchten, um die natürlichen Ressourcen für ihren Lebensstil zur Verfügung zu stellen. Bei den meisten Teilnehmenden kam es zu der erschreckenden Erkenntnis, dass sie zwischen zwei und drei Erden benötigen. Das Verhalten der Jugendlichen und Erwachsenen in den Bereichen Ernährung, Wohnen, Mobilität und Konsum wird bei dem Gang über den Fußabdruck ermittelt. Am schwersten wiegen der Verbrauch von tierischen Lebensmitteln, unsere üppigen Wohnverhältnisse, der Reise- und Autoverkehr – vor allem Flug- und Kreuzfahrten – sowie der übermäßige Konsum. Kein Wunder also, dass der Erdüberlastungstag 2025 weltweit am 24. Juli und in Deutschland sogar schon am 3. Mai lag. Das bedeutet, dass die natürlichen Ressourcen, die die Erde uns zur Verfügung stellt, für dieses Jahr schon verbraucht sind. Die restliche Zeit leben die Menschen auf Kosten der zukünftigen Generationen. In einigen Bereichen können alle dazu beitragen, den Verbrauch unserer Lebensgrundlagen zu verringern: Faire, regionale und biologisch erzeugte Nahrungsmittel bevorzugen, weniger Fleisch- und Milchprodukte verwenden, Abfall und Überflüssiges vermeiden, Kleidung lange nutzen und tauschen, weniger Flugreisen und Kreuzfahrten, mehr Fahrrad, Bus und Bahn nutzen und im Winter die Raumtemperatur um ein Grad senken. Auch Kleinigkeiten tragen meist schon zu Verbesserungen bei. Die Fairtrade-Aktiven empfehlen bei jedem Einkauf auch ganz bewusst ein faires Produkt einzukaufen. Diese sind im örtlichen Handel erhältlich und an den Siegeln von zum Beispiel Fairtrade, Gepa, Weltpartner, El Puente oder Rapunzel Hand in Hand zu erkennen.

 

Bild (Renate Adams): Jugendliche durchlaufen den ökologischen Fußabdruck beim BILA-Fest

10 Jahre Fairtrade-Stadt Sinzig

In diesem Jahr feiert die Stadt Sinzig ein besonderes Jubiläum: „10 Jahre Fairtrade-Stadt“. Aus diesem Anlass stellte der Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V. eine Ausstellung von SLYCAN Trust zusammen, die jetzt im Rathaus gezeigt wird. Die Ausstellung greift ein sehr aktuelles Thema auf: Den Klimawandel und seine Auswirkungen. Bürgermeister Andreas Geron wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass der Klimawandel nicht nur in fernen Ländern stattfindet, sondern auch in Sinzig angekommen ist. Er zeigte Maßnahmen auf, die die Stadt zur Klimaanpassung durchführt. Cristobal Lopez und Shifaz Ameer von SLYCAN Trust stellten ihre Organisation vor: „Die gemeinnützige Organisation mit Sitz in Sri Lanka arbeitet zum Thema Klimawandel und nachhaltiger Entwicklung in verschiedenen Ländern in Afrika und Asien. Die Bilder der Ausstellung wurden in Ghana, den Malediven, Sri Lanka und Uganda von heimischen Fotografen aufgenommen. Sie zeigen sehr eindrucksvoll, welche Folgen der Klimawandel auf die Menschen hat.“ Rosemarie Schneider von der Lesezeit beteiligte sich mit Büchern zum Klimawandel und zum Hochwasser in Sinzig sowie leckerem Bio-Traubensaft an der Ausstellungseröffnung. Renate Adams vom Förderverein Fairer Handel Sinzig erläuterte, was der Faire Handel zur Klimaanpassung beiträgt: „Der Faire Handel fördert faire Handelsbedingungen und Klimagerechtigkeit. Produzentinnen und Produzenten werden zu klimaschonender Produktion geschult, Handelspartner werden bei der Anpassung an die veränderten Umweltbedingungen unterstützt und für die Produkte wird ein fairer Preis gezahlt – um nur einige Beispiele zu nennen.“ Die Bürgerinnen und Bürger in Sinzig können die Maßnahmen unterstützen, indem sie mehr faire Produkte kaufen, die im örtlichen Handel und im Weltladen Remagen-Sinzig erhältlich sind. Walburga Greiner vom Weltladen Remagen-Sinzig gratulierte den Fairtrade-Aktiven mit einer Flasche sizilianischem Wein von Libera Terra, einem Zusammenschluss von Sozialkooperativen, die sich von der Mafia befreit haben. Auch eine Vertreterin der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Linz und Vertreter der Sinziger Parteien sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger waren bei der Ausstellungseröffnung dabei.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Rathauses bis zu den Herbstferien besucht werden.

Bild (Gerhard Adams) von links: Bürgermeister Andreas Geron, Shifaz Ameer und Cristobal Lopez von SLYCAN Trust und Renate Adams vom Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V.

Ausstellung „10 Jahre Fairtrade-Stadt“

Die Stadt Sinzig und der Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V. laden herzlich ein, ein besonderes Jubiläum zu feiern:

„10 Jahre Fairtrade-Stadt Sinzig!“

Dazu wird eine Ausstellung zum Thema „Klimawandel – weltweit und regional“ präsentiert. Eindrucksvolle Bilder von Fotografen aus Ghana, den Malediven, Sri Lanka und Uganda zeigen die Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch, Natur und Kultur. Die Ausstellung wurde exklusiv von dem Think Tank SLYCAN Trust aus Sri Lanka zur Verfügung gestellt. Ergänzt wird die Ausstellung mit Informationen zum Fairen Handel und zu Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen vor Ort.

Die Ausstellungseröffnung findet am 28. August um 17:30 Uhr im Rathaus der Stadt Sinzig statt. Gereicht werden fair gehandelte Snacks und alkoholfreie faire und regionale Getränke.

Die Ausstellung ist bis zu den Herbstferien während der Öffnungszeiten im Rathaus zu sehen.

Stadt Sinzig und Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V.

Fair in die Ferien gestartet

Mit einem „Fairen Frühstück“ stimmten sich ca. 200 Schülerinnen und Schüler des Rhein-Gymnasiums Sinzig auf die Ferien ein. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst sammelten sie sich in einem großen Saal des Gymnasiums, wo sie viele Faire Leckereien erwarteten. Während einige Eltern Kuchen und Selbstgebackenes mit mindestens einer Fairen Zutat spendeten, bauten die Aktiven des Fördervereins Fairer Handel Sinzig e.V. ein großes Buffet auf. Verschiedene Fair gehandelte Aufstriche aus dem Weltladen Remagen-Sinzig überraschten die Schülerinnen und Schüler mit ganz ungewohnten Geschmacksrichtungen wie Baba Ghanoush, Patè di Olive verdi, einem pikanten Mango Chutney, dem pfeffrigen Pepperdrop und den süßen Cocoba Schokocremes. Die Fairtrade-Aktiven freuten sich mit den Schülerinnen und Schülern auf ihre wohlverdienten Ferien und zeigten in einem Quiz auf, dass weltweit ca. 138 Millionen Kinder* nicht das Glück haben, zur Schule zu gehen. Stattdessen müssen sie jeden Tag arbeiten. 54 Millionen Kinder* und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren führen sogar gefährliche Arbeiten aus, die ihre Gesundheit gefährden. Da der Faire Handel keine Kinderarbeit erlaubt, ist der Kauf von Fair gehandelten Produkten ein wertvoller Beitrag, der Ausbeutung von Kindern entgegen zu treten. So können Schülerinnen und Schüler und deren Eltern hierzulande, Kinder in anderen Ländern vor Kinderarbeit schützen. Ein schöner Beitrag zum baldigen Ferienbeginn!

Faire Waren sind im örtlichen Handel und im Weltladen Remagen-Sinzig erhältlich.

*Bericht von UNICEF und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) vom 11. Juni 2025 (aus: https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/-/trotz-fortschritten-kinderarbeit-bleibt-fuer-138-millionen-kinder-weltweit-realitaet-/375886)

Bild (Dörte Berresheim): Die Fairtrade-Aktiven mit dem Fairen Buffet von links: Renate Adams, Claudia Thelen, Sigrid Saak und Rudi Kirwald

Fair gesprudelt

Der Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V. hat sich auch in diesem Jahr wieder am Sprudelnden Sinzig beteiligt. Mit dem beliebten „Sinziger Stadtkaffee“, fairen Nüssen, Tees und schönen fairen Handwerkswaren aus dem Weltladen Remagen-Sinzig war der Marktstand bestückt. Die Marktbesucherinnen und Besucher schauten sich die Waren an und informierten sich über die Herkunftsländer sowie die Arbeitsbedingungen der Produzentinnen und Produzenten. So gingen wieder viele Waren an interessierte Kunden über. Die Fairtrade-Gruppe konnte sich zudem über eine neue Mitstreiterin freuen. Hanneke Speekenbrink möchte die Gruppe zukünftig bei ihren Aktionen unterstützen. Der Einstieg am Sprudelnden Sinzig ist schon einmal gelungen.

Bild (Monika Mombauer): Hanneke Speekenbrink, Claudia Thelen und Rudi Kirwald am Fairtrade-Stand

Fairer Handel beim Sprudelnden Sinzig

Der Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V. beteiligt sich wieder am Sprudelnden Sinzig. Mit fair hergestellten Waren bereichern die Aktiven am Sonntag, dem 15. Juni, das Stadtfest. Dieses Mal wird das Thema „Kinderarbeit“ im Vordergrund stehen, denn am 12. Juni ist der Internationale Tag gegen Kinderarbeit. Bereits 2015 haben sich mehr als 150 Staats- und Regierungschefs im Rahmen der Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN) darauf geeinigt, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit effektiv zu bekämpfen. Bis 2025 – so das Ziel der UN – sollen schließlich alle Formen von Kinderarbeit beendet und verboten werden. Von diesem Ziel sind wir jedoch weit entfernt. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und von UNICEF arbeiten ca. 160 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 17 Jahren zum Teil in ausbeuterischen und gefährlichen Arbeitsbereichen! Der Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V. setzt sich mit seinen Aktivitäten für einen gerechteren Handel und damit auch gegen ausbeuterische Arbeit von Kindern ein. Im Fairen Handel ist Kinderarbeit verboten. Die erwachsenen Arbeiterinnen und Arbeiter bekommen so viel Lohn für ihre Arbeit, dass sie und ihre Familien davon leben können. Die Kinder können zur Schule gehen und müssen nicht den ganzen Tag arbeiten. Auch in Sinzig können jeder Bürger und jede Bürgerin den Fairen Handel unterstützen. Im örtlichen Handel werden mittlerweile viele Produkte aus Fairem Handel angeboten. Zu erkennen sind diese Waren an Siegeln wie „Fairtrade“, „Gepa“, „El Puente“ und weiteren. „Wer sich für den Fairen Handel interessiert oder sich dabei engagieren möchte, kann den Stand des Fördervereins Fairer Handel Sinzig e.V. beim Sprudelnden Sinzig am 15. Juni besuchen. Dort werden wieder Faire Waren und Informationen zum Fairen Handel angeboten,“ geben Monika Mombauer, Renate Adams und Rudi Kirwald bekannt und freuen sich auf viele Interessierte.

10 Jahre Fairtrade-Stadt Sinzig

Bürgermeister bedankt sich für ehrenamtliches Engagement und Einsatz der örtlichen Akteure

 

Seit inzwischen zehn Jahren erfüllt die Stadt Sinzig die Kriterien der internationalen „Fairtrade-Towns“-Kampagne. Bis ins Jahr 2027 darf Sinzig nun weiterhin den Titel „Fairtrade-Stadt Sinzig“ tragen, die Rezertifizierung im Zweijahres-Turnus ist Bestandteil des „Fairtrade-Stadt“-Konzepts. Am Mittwoch, 30. April 2025 konnten Bürgermeister Andreas Geron und Oliver Göbel, Wirtschaftsförderer der Stadt Sinzig, den Vertretern des „Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V.“ Renate Adams, Sigrid Saak, Claudia Thelen und Rudolf Kirwald offiziell die Urkunde zur Rezertifizierung übergeben. „10 Jahre aktives Engagement für fairen Handeln – darauf können Förderverein und Stadt gleichermaßen stolz sein“, bedankte sich Bürgermeister Geron bei den Aktiven. „Den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern, ist nur möglich, wenn sich Ehrenamtliche, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Konsumenten gleichermaßen für die gemeinsame Sache stark machen.“ Eine offizielle und öffentliche Feier des Jubiläums ist für die zweite Jahreshälfte 2025 in Planung.

Weltweit engagieren sich rund 2.000 Städte als Fairtrade-Town, darunter auch unsere Nachbarstädte Remagen, Linz, Unkel und Andernach. In Deutschland tragen inzwischen über 900 Kommunen diesen Titel. Wie in allen Kommunen haben sich auch in Sinzig Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft vernetzt und fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene mit tollen Aktionen. Getreu des Leitspruchs „Think global, act local“ verfolgen auch die Sinziger das Ziel, die Bevölkerung, aber auch Unternehmen auf lokaler Ebene für eine nachhaltige und soziale Wirtschaftsweise zu sensibilisieren und Möglichkeiten für eine Umstellung aufzuzeigen.

Wie alle beteiligten Städte geht auch die Stadtverwaltung dabei mit gutem Beispiel voran, z.B. in dem sie bei der Beschaffung Fairtrade Produkte berücksichtigt und gemeinsam mit dem Sinziger „Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V.“ Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit leistet. „Durch ihr Engagement für den fairen Handel vor Ort nimmt Sinzig eine Vorreiterrolle ein. Dies setzt ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt, indem Sinzig dazu beiträgt, dass durch faire Handelsbeziehungen den benachteiligten Produzentengruppen im Süden zu einem verbesserten Einkommen verholfen wird“ lautet dann auch die Beurteilung in der offiziellen Urkunde des Fairtrade-Deutschland e.V.

Text: Pressestelle der Stadt Sinzig (leicht verändert)

Bild (Stadtverwaltung Sinzig): Renate Adams, Sigrid Saak, Bürgermeister Andreas Geron, Claudia Thelen, Rudolf Kirwald und Wirtschaftsförderer Oliver Göbel freuten sich über die Bestätigung des „Fairtrade-Stadt“-Titels für die Stadt Sinzig und über die geleistete Arbeit in den vergangenen zehn Jahren.

Frühlingserwachen mit fairen Sachen

Bei strahlendem Sonnenschein beteiligten sich die Fairtrade-Aktiven am Sonntag, dem 6. April, beim Sinziger Frühlingserwachen. Am Stand des Fördervereins Fairer Handel Sinzig e.V.  wurden faire Osterwaren und faire Gartenartikel aus dem Weltladen Remagen-Sinzig angeboten. Mit jeder fair hergestellten Ware leisten die Käuferinnen und Käufer einen Beitrag zu einem gerechten Welthandel. Denn die Waren werden unter sozial-ökologischen Bedingungen hergestelllt. Das bedeutet, dass die Produzentinnen und Produzenten vor Ort einen Lohn für ihre Arbeit bekommen, von dem sie und ihre Familien leben können. Die Kinder können die Schule besuchen und müssen nicht arbeiten. Zudem werden Schulungen zum Schutz der Umwelt sowie dem Gesundheits- und Arbeitsschutz durchgeführt. Mit Prämien werden zusätzliche Projekte wie der Bau von Schulen und Gesundheitsstationen unterstützt. Alles in allem eine gute Wahl. Der Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V. empfiehlt, bei jedem Einkauf mindestens ein faires Produkt zu kaufen.

Bild (Silvia Janik) von links nach rechts: Renate Adams, Claudia Thelen und Monika Mombauer am Stand beim Frühlingserwachen

Faire Rosen zum Weltfrauentag

Fairtrade-Stadt Sinzig verschenkt fair gehandelte Rosen und fairen Sinziger Stadtkaffee an Lehrerinnen der Janusz-Korczak-Schule.

„So eine schöne Aktion“, waren sich die Lehrerinnen der Janusz-Korczak-Schule einig und freuten sich über die fairen Rosen zum Weltfrauentag. Wie in jedem Jahr verschenkten die Aktiven des Fördervereins Fairer Handel Sinzig e.V. mit der Fairtrade-Stadt am Weltfrauentag fair gehandelte Rosen und den fairen Sinziger Stadtkaffee. Bürgermeister Andreas Geron begrüßte die Lehrerinnen und den Schulleiter und betonte die Wichtigkeit des Weltfrauentages: „Die Rechte der Frauen und eine faire Bezahlung sind auch in Deutschland in einigen Bereichen noch immer verbesserungswürdig.“ Renate Adams, Monika Mombauer und Sigrid Saak vom Förderverein erweiterten den Blick noch auf die weltweite Situation vieler Frauen: „Die Fairtrade-Aktiven unterstützen einen gerechten Welthandel und damit vor allem die Frauen im globalen Süden und Osten, die viele Produkte für uns produzieren. Wir beteiligen uns immer gerne an der Fairtrade-Kampagne zum Weltfrauentag. Diese würdigt die wertvolle Arbeit der Frauen bei uns und macht auf die Situation der Frauen im Blumensektor in Afrika aufmerksam. Damit setzt die Kampagne den Fokus auf bessere Arbeitsbedingungen und Rechte für Frauen.“ Im ostafrikanischen Blumensektor ist die Hälfte der Beschäftigten weiblich, oft arbeiten die Frauen unter schlechten Bedingungen. Der faire Handel sorgt für besser Arbeitssituationen. Dazu gehören neben geregelten Arbeitszeiten, sicherem Arbeitsschutz und angemessenen Löhnen auch Mutterschutz und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. „So haben nicht nur die Beschenkten bei uns Freude an den Blumen, sondern auch die Arbeiterinnen in den Anbauländern“, sind sich die Aktiven von der Fairtrade-Gruppe einig. Auch wenn es nur ein symbolisches Zeichen zum Weltfrauentag ist, so setzen sich mittlerweile viele Aktive jeden Tag weltweit für einen gerechten Welthandel mit den Weltläden und den vielen Fairtrade-Städten ein. Auch viele Discounter und der örtliche Handel bieten faire Waren an. „Wenn wir alle beim täglichen Einkauf auf faire Waren zugreifen, können wir die Lebensbedingungen in vielen Ländern nachhaltig verbessern – nicht nur zum Weltfrauentag!“, sind sich die Fairtrade-Aktiven sicher.

Bild (Gunther Wiebrecht) erste Reihe von links nach rechts : Sigrid Saak, Bürgermeister Andreas Geron, Monika Mombauer und Renate Adams mit den Lehrerinnen der Janusz-Korczak-Schule Sinzig.

Ingo Binnewerg – Unermüdlicher Einsatz für einen gerechten Handel

Der Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V. trauert um seinen ersten Vorsitzenden Ingo Binnewerg, der am 14. Februar verstorben ist.

Schon 2014 hat Ingo Binnewerg sich dafür eingesetzt, dass die Stadt Sinzig sich um den Titel „Fairtrade-Stadt“ bewirbt. Dies ist auch 2015 gelungen und seitdem hat sich Ingo Binnewerg in vielfältiger und unermüdlicher Weise für den Erhalt des Titels und den gerechten Welthandel eingesetzt. Mit vielen Ideen zu Aktionen, guten Kontakten und steter Tatkraft hat er es geschafft, das Thema Fairer Handel voranzubringen und in Sinzig bekannt zu machen. Als AG im Sinziger Bürgerforum gestartet, hat er die Gründung des „Fördervereins Fairer Handel Sinzig e.V.“ 2021 initiiert. Seitdem setzte er sich als erster Vorsitzender für das weitere Vorankommen des gerechten Handels ein. Viele Sinziger kennen ihn von den Marktständen auf dem Wochenmarkt, dem Weihnachtsmarkt und den vielen Stadtfesten, auf denen er mit seinen Mitstreitern faire Waren aus dem Weltladen Remagen-Sinzig präsentierte und für den Fairen Handel warb.

Im Verein hat er eine große Lücke als Vorsitzender, Motor und guter Freund hinterlassen. Die Vereinsmitglieder vermissen ihn schmerzlich.