Mit vielen Informationen und dem neuen Flyer beteiligte sich die Fairtrade-AG im Bürgerforum Sinzig beim Mitmach-Markt am 9. Mai. Der Markt auf dem Kirchplatz in Sinzig war gut besucht und es gab viel zu entdecken. So war für die Aktiven der Fairtrade-AG klar: „Dabei sein ist alles!“ Schließlich ist es der AG eine Herzensangelegenheit, viele Bürgerinnen und Bürger über einen gerechten Welthandel zu informieren. Doch Information ist nur der erste Schritt – im zweiten folgt dann die Überzeugung, faire Waren auch zu kaufen. Woran man faire Waren erkennt und wo sie zu finden sind, ist im neuen Flyer dem „Fair-Führer“ nachzulesen. Die Fairtrade-AG freut sich über jeden Kauf eines fairen Produktes, führt es doch zu einem besseren Einkommen der Produzenten im globalen Süden. Dies verhindert ausbeuterische Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit und gibt auch jungen Menschen eine Perspektive in ihrem Heimatland.
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Mit dem Frühstück einmal um die Welt
Bananen aus Ecuador, Mangos von den Philippinen, Orangensaft aus Brasilien, Kaffee aus Mexiko, Tee aus Sri Lanka, Kakao von der Elfenbeinküste… Mit einem Frühstück lässt sich fast die ganze Welt bereisen. Das lernten die Kinder der Janusz-Korczak-Schule mit Klassenlehrerin Karin Dörfler sehr anschaulich bei einem „Fairen Frühstück“ kennen. Jasmin Sani und Rudi Kirwald von der Fairtrade-AG im Bürgerforum Sinzig besuchten die Klasse und brachten ein Frühstück mit. Hauptthema war an diesem Tag der Kakao, der bei allen Kindern sehr beliebt ist. Vom Anbau bis zur Ernte und der Verarbeitung zu Kakaopulver und Schokolade erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler den langen Anbau- und Verarbeitungsprozess in gemeinsamer Gruppenarbeit. Besonders bei dem Anbau des Kakaos und der Ernte auf den Plantagen stießen die Kinder schnell auf das Thema Kinderarbeit. Da die afrikanischen oder südamerikanischen Bauern in der Regel zu wenig verdienen, müssen die Kinder oft mitarbeiten und können deshalb nicht zur Schule gehen.
Hier wurden schlimme Zustände offenbar. Die wurden von den Schülern anhand vorhandener Materialien deutlich erkannt und benannt: als Form unmenschlicher Ausbeutung. Dagegen wendet sich die Fairtrade-Initiative, deren Projekte und Erfolge seit einiger Zeit immer bekannter werden. Dennoch ist weitere Information notwendig.
Die Schüler erarbeiteten, wie die Bauern in den Anbauländern Kooperativen gründen und mit Hilfe von fairen Handelsorganisationen wie zum Beispiel „Fairtrade“ gesonderte Handelswege nutzen. Dadurch erzielen sie bessere Preise und können insgesamt ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern. Zudem ist bei den fairen Handelsorganisationen Kinderarbeit verboten. Da stand nun auch die Frage im Raum: „Was können wir zu einem gerechteren Welthandel beitragen?“ Hier zeigten Jasmin Sani und Rudi Kirwald die Möglichkeit auf, im örtlichen Handel faire Produkte einzukaufen. „Die finden sich mittlerweile in fast allen Geschäften und auch in den Discountern“, erläuterte Jasmin Sani. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren dann ganz praktisch, wie sie faire Produkte an Hand von Logos erkennen können. Der Unterricht in der Janusz-Korczak-Schule endete mit einem „Fairen Frühstück“ mit fair gehandelten Produkten, wobei der Kakao in mehreren Variationen im Mittelpunkt stand.
Bild (Stefanie Küster): Jasmin Sani und Rudi Kirwald von der Fairtrade-AG Sinzig mit der Klasse von Karin Dörfler (sitzend) der Janusz-Korczak-Schule beim „Fairen Frühstück“.
Fair in den Sinziger Frühling gestartet
Wie in den letzten Jahren hat sich die Fairtrade-AG im Bürgerforum wieder am Sinziger Frühlingserwachen beteiligt. „Am meisten Spaß macht der Kontakt zu den Besucherinnen und Besuchern des Marktes. Da gibt es immer gute Gespräche und viele Leute sind nicht nur an den besonderen Waren, sondern auch an den Hintergründen des Fairen Handels interessiert“, freuten sich Monika Mombauer, Winfried Bleffert und Rudi Kirwald. „Das ist eine schöne Bestätigung für unsere ehrenamtliche Tätigkeit und ermutigt uns, uns weiterhin für einen gerechten Welthandel einzusetzen“. Mit vielen verkauften fairen Waren konnten die Aktiven einen guten Erfolg verbuchen und damit zur Stärkung des Fairen Handels beitragen. „Da sind wir beim nächsten Stadtfest gerne wieder dabei“, ist Rudi Kirwald überzeugt. Angeboten wurden neben den bekannten fairen Waren wie Kaffee, Kakao, Tee, Gewürze und Schokolade auch aktuelle Osterwaren und Gartenzubehör. Die kostenfreien Rezepthefte von Fairtrade Deutschland waren eine schöne Ergänzung zum Angebot. Eine kleine Premiere gab es ebenfalls: „Die neuen Flyer der Fairtrade-AG mit vielen Informationen zum Fairen Handel und der Fairtrade-Stadt Sinzig sind sehr gut angekommen“, teilte Monika Mombauer mit.
Bild (Monika Weber-Lambert): Monika Mombauer und Rudi Kirwald am Fairtrade-Stand beim Sinziger Frühlingserwachen
Faire Rosen und Sinziger Stadt-Kaffee für die Barbarossaschule
Sehr herzlich begrüßte die Leiterin der Barbarossaschule, Frau Erlekampf, am 10. März die Fairtrade-AG. Anlass des Besuches war der Internationale Weltfrauentag, an dem die Fairtrade-AG seit vielen Jahren fair gehandelte Rosen verschenkt. Der Beigeordnete der Stadt Sinzig, Volker Thormann, begrüßte die Lehrerinnen der Barbarossaschule im Namen der Fairtrade-Stadt Sinzig und erläuterte: „Die Stadt trägt nunmehr seit 11 Jahren den Titel Fairtrade-Stadt und muss dies auch alle zwei Jahre von Fairtrade Deutschland rezertifizieren lassen. Dazu werden in der Stadt Aktionen und Veranstaltungen zum Fairen Handel durchgeführt.“ Im Anschluss erläuterte Renate Adams von der Fairtrade-AG die Motivation zu der Aktion am Weltfrauentag: „Wir möchten hiermit die sehr engagierte Arbeit von Frauen in Sinzig würdigen und gleichzeitig auf die Arbeitssituation von Frauen im globalen Süden aufmerksam machen, die für uns viele Waren herstellen. Eine Win-Win-Situation für Frauen hier und im globalen Süden! Fairtrade hat das Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. Dazu gehören feste Arbeitsverträge, ein existenzsichernder Lohn, Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit, Mutterschutz, klare Arbeitszeitregelungen sowie Schutzkleidung und Trainings zum sicheren Umgang mit Chemikalien. Für die Farmen gelten außerdem strenge Umweltkriterien. Auch aus ökologischer Sicht ist es sinnvoll, sich für Blumen aus dem Süden zu entscheiden. Trotz Luftfrachttransport haben beispielsweise Fairtrade-Blumen aus Äthiopien und Kenia eine wesentlich günstigere Energie- und CO2-Emissionsbilanz als einheimische Rosen. Das belegen verschiedene unabhängige Studien. Grund ist das wärmere Klima in den Ländern in Äquatornähe. Auf beheizte Gewächshäuser mit einem hohen Energieverbrauch kann somit verzichtet werden.“ Monika Mombauer und Sigrid Saak übergaben den Lehrerinnen und Lehrern noch den fairen „Sinziger Stadtkaffee“ sowie fair gehandelten Tee und Gebäck aus dem Weltladen Remagen-Sinzig. Rudolf Kirwald machte auf das Angebot der Fairtrade-AG aufmerksam, ein Faires Frühstück in einer Klasse der Barbarossaschule durchzuführen: „Das ist eine kleine Geographie-Stunde, die die Kinder darauf aufmerksam macht, dass viele Produkte, die wir täglich nutzen, aus vielen Ländern der Welt kommen, wo auch Kinderarbeit oft noch üblich ist.“ Mit einem Wunsch verabschiedeten sich die Fairtrade-Aktiven: „Mit einem Produkt aus Fairem Handel pro Einkauf, können wir alle dazu beitragen, den Welthandel ein Stück gerechter zu machen.“
Bild (Thomas Krupa, Barbarossaschule): Die Lehrerinnen und die Leiterin der Barbarossaschule mit dem Beigeordneten der Stadt und der Fairtrade-AG
Fairtrade-AG beim Internationalen Weltfrauentag in Sinzig
Verbindungen machen stark – und so ist es nicht verwunderlich, dass sich Frauen gemeinsam ermutigen und unterstützen. Anlass war, wie in jedem Jahr, am 8. März der Internationale Weltfrauentag. Für die Fairtrade-AG im Bürgerforum Sinzig ist es nun schon eine Tradition, fair gehandelten Rosen an Frauen in verschiedenen Institutionen zu verschenken. Am diesjährigen Weltfrauentag beteiligte sich die Fairtrade-AG im Rathaus bei einem Treffen unter dem Titel „Sinziger Frauen – gestern und heute“. Dazu hatte das Frauennetzwerk Merida e.V. in Kooperation mit der Stadt Sinzig, dem HeimatMuseum Schloss Sinzig, dem Haus der offenen Tür (HoT), dem Beirat für Migration und Integration sowie der Bildungslandschaft (BILA) Sinzig eingeladen. Damit wurden engagierte Frauen zusammengeführt, die sich für Frauenrechte, Bildung, Völkerverständigung, Dialog, Vielfalt, Demokratie und Gleichstellung einsetzen. Der weit über die Stadt Sinzig aktive Verein Merida hat den Frauentag mit einem großen Buffett für ein interkulturelles Fastenbrechen bereichert und somit auch den Einblick in andere Kulturen aus kulinarischer Sicht eröffnet. Doch Merida steht nicht nur für die „kulinarische Völkerverständigung“, sondern engagiert sich in vielen gesellschaftlichen Bereichen: unter anderem für Frauenrechte, Gleichberechtigung und Bildung. Seit 2006 verteilt Songül Erdem von Merida am Weltfrauentag Rosen an Frauen. Da hat sich gleich eine Gemeinsamkeit zur Fairtrade-AG ergeben, die ebenfalls seit vielen Jahren Rosen aus fairem Handel an Frauen verschenkt: die Vernetzung zwischen Merida und der Fairtrade-AG hat sogleich begonnen! So konnte sich auch die Fairtrade-AG mit einem kleinen Vortrag zu den Grundlagen und Zielen des Fairen Handels in den gelungenen Frauentag einbringen und allen Frauen eine fair gehandelte Rose überreichen. „Wir möchten hiermit die sehr engagierte Arbeit von Frauen in Sinzig würdigen und gleichzeitig auf die Arbeitssituation von Frauen im globalen Süden aufmerksam machen, die für uns viele Waren herstellen. Eine Win-Win-Situation für Frauen hier und dort. Fairtrade hat das Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. Dies geschieht unter anderem durch existenzsichernde Löhne, Arbeitsschutz, geregelte Arbeitszeiten und Mitbestimmung,“ erläutert Renate Adams von der Fairtrade-AG und bedankte sich für den konstruktiven und gelungenen Weltfrauentag.
Bild (Berit Kokott): Die Frauen des Internationalen Weltfrauentages im Sinziger Rathaus mit fair gehandelten Rosen.
Erlös aus Kakaoverkauf geht nach Ouagadougou
„Was gut angekommen ist, wird wieder gemacht“, waren sich die Aktiven der Fairtrade-AG im Bürgerforum Sinzig e.V. einig. Schnell war der Entschluss gefasst und auf dem Sinziger Adventsmarkt 2025 wurde zum zweiten Mal heißer Kakao aus Fairem Handel angeboten. Dabei wurde ein Erlös von 150 Euro erwirtschaftet, der wie im letzten Jahr an den Verein AMPO International e.V. gespendet wird. Der Kontakt zu dem Verein kam durch Ingo Binnewerg zustande, der die Gründerin von AMPO – Katrin Rohde – persönlich kannte. Auch um noch einmal an Ingo Binnewerg zu erinnern, der den Fairen Handel viele Jahre in Sinzig vorangebracht hat, war klar: „Wir spenden den Erlös wieder an AMPO International e.V.“ „Der Verein unterstützt die Einrichtungen von AMPO (Verein Managré Nooma zum Schutz von Waisenkindern) in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos. Dort fördert er unter anderem Kinder, die Halb- oder Vollwaisen sind, gibt ihnen Schutz, Nahrung, Unterkunft, eine schulische Ausbildung und psychologische Unterstützung.“ (Text leicht verändert aus: www.ampo-intl.org.) „Die Förderung solcher Projekte beugt einer Fluchtbewegung vor, die die Menschen in eine unwürdige Zukunft treibt, und zeigt ihnen Perspektiven im eigenen Land auf. Denn Burkina Faso braucht das Potential junger und gut ausgebildeter Menschen für seine Zukunft,“ war Ingo Binnewerg von den Erfolgen vor Ort überzeugt. Die Fairtrade-AG unterstützt mit dem Verkauf Fairer Waren und Spenden aus Aktionen einen gerechten Welthandel und hilft damit dabei, vielen Familien im globalen Süden ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Interessierte, die gerne an einer sinnvollen ehrenamtlichen Tätigkeit mitwirken möchten, können sich bei Aktionen der Fairtrade-AG im Bürgerforum Sinzig beteiligen (Mail an: fair@fairtrade-sinzig.de).
Bild (von AMPO International e.V. zum Abdruck freigegeben) Kinder der AMPO-Schule in Ouagadougou
Fairtrade am Adventsmarkt
Wunderschöne Weihnachtsartikel und Leckereien aus Fairem Handel waren wieder auf dem Sinziger Adventsmarkt zu finden. Wie in den Jahren zuvor, beteiligten sich die Aktiven der Fairtrade-AG im Bürgerforum mit einem Fairen Stand. Neben den fairen Waren schenkten sie auch noch leckeren fairen Bio-Kakao aus. Bei den Besucherinnen und Besuchern des Adventsmarktes kam das Angebot gut an. So füllen nun Faire Waren das ein oder andere Geschenkpaket unter den Weihnachtsbäumen. „Ein Plus für einen gerechten Welthandel! Davon profitieren nicht nur die Beschenkten hier, sondern auch die Produzentinnen und Produzenten im globalen Süden“, weiß Jasmin Sani.
Bild (Renate Adams): Claudia Thelen, Rudolf Kirwald, Max Seibert und Jasmin Sani
Fairtrade beim „First Advent – Second Hand“
Zum vierten Mal beteiligte sich die Fairtrade-Gruppe Sinzig mit einem Stand und vielen weihnachtlichen Waren aus dem Weltladen Remagen-Sinzig am nachhaltigen Adventsmarkt im Rhein-Gymnasium. Wie jedes Jahr stellten die Organisatorinnen ein tolles Programm mit vielen Angeboten und Informationen zu einer nachhaltigen Weihnachtszeit zusammen. Die Aktiven der Fairtrade-Gruppe freuten sich über den Zuspruch der Besucherinnen und Besucher und verkauften viele fair gehandelte Waren. „So können sich nicht nur die Beschenkten hier, sondern auch die Produzentinnen und Produzenten der Waren in fernen Ländern freuen. Sie bekommen für ihre Arbeit einen angemessenen Lohn und sind in der Lage, sich und ihren Familien ein menschenwürdiges Leben zu bieten und die Kinder zur Schule zu schicken. Das ist auch für die Fairtrade-Gruppe eine große Motivation, sich weiterhin für den Fairen Handel einzusetzen,“ erläutern Monika Mombauer und Claudia Thelen ihr Engagement. Für die Tombola spendete die Fairtrade-AG im Bürgerforum drei fair hergestellte Fußbälle, über die sich die Gewinner sehr freuten. „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei, denn Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit werden weltweit immer wichtiger,“ sind die Fairtrade-Aktiven überzeugt.
Bild (Sonja Wuttke): Claudia Thelen, Karin Dörfler, Renate Adams, Stefan Busch und Monika Mombauer am Fairtrade-Stand
Treffen der Fairtrade-Städte Rheinland-Pfalz
Fairer Handel verbindet – Vernetzungstreffen auch! Wer sich ehrenamtlich engagiert, braucht immer wieder Austausch, Bestätigung, Ermutigung und Unterstützung. Genau diese Anliegen erfüllte das Treffen der Fairtrade-Städte in Koblenz, das von Fairtrade Deutschland und dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz – ELAN e.V. – organisiert und von der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz gefördert wurde. Das nördliche Rheinland-Pfalz war beim Treffen gut vertreten. Haupt- und ehrenamtlich Aktive aus Sinzig, Unkel, Linz, Andernach, Weißenthurm, der Stadt Koblenz und des Kreises Mayen-Koblenz, aber auch der anderen Regionen von Rheinland-Pfalz waren vertreten, so dass über 30 Teilnehmende sich austauschen und vernetzen konnten. Der Oberbürgermeister von Koblenz, David Langner, begrüßte die Teilnehmenden und wies auf die Wichtigkeit des Fairen Handels und der Aktivitäten der Fairtrade-Towns hin. Auch die Staatssekretärin der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Heike Raab, die per Video zugeschaltet wurde, betonte den Wert und die Notwendigkeit der Fairtrade-Initiativen. Nach der Einführung der Organisatoren bekamen die Teilnehmenden ein interessantes Programm geboten. Die Aktiven informierten sich über neue Entwicklungen und Möglichkeiten der Unterstützung mit Materialien und Finanzen. Neben guten Gesprächen und intensivem Austausch sorgten die Vorträge von ELAN, Fairtrade Deutschland und Germanwatch für fachlichen Input. Dabei wurde klar, dass ein verstärktes Engagement für den gerechten Welthandel und für das öko-soziale Gemeinwohl wieder sehr notwendig ist, da das Lieferkettengesetz – und damit die Verantwortlichkeit der Wirtschaft – von der Politik abgeschwächt wird. Über erfolgreiche Aktionen zum Fairen Handel berichtete Hans-Georg Hansen von der Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Andernach und inspirierte zur Nachahmung. Nach der Mittagspause wurden in drei Workshops spezielle Themen vertieft. Dort ging es um Nachhaltigkeit im Sport, öko-soziale Beschaffung in den Kommunen und die Sicherung eines langfristigen Engagements von Fairtrade-Gruppen. Mit frischen Ideen, neuen Kontakten und erfolgreicher Ermutigung verließen die Teilnehmenden ein inspirierendes Treffen.
Bild (©Fairtrade/Jennifer Zumbusch). Teilnehmende des Vernetzungstreffens der Fairtrade-Städte Rheinland-Pfalz am 20.11.2025 in Koblenz
Suppe mit vielfältiger Wirkung!
Fair – Bio – Mafiafrei! Eine Suppe mit gutem Geschmack und wertvollen Zutaten. Die Fairtrade-Gruppe Sinzig beteiligte sich mit einer gehaltvollen Suppe an der ersten „Sinziger Suppenmeile“ des Bürgerforums Sinzig am 26. Oktober auf dem Kirchplatz. Mit dieser Suppe setzte die Gruppe viele Zeichen. Denn die Zutaten sind aus Fairem Handel, biologischer Landwirtschaft und aus mafiabefreitem Land auf Sizilien. „Die Fairtrade-Gruppe konnte damit zeigen, dass mit der täglichen Nahrung viele gute Initiativen unterstützt werden können. Die roten Linsen und die Bio-Kokosmilch für die Suppe stammen aus Fairem Handel. Der Faire Handel sorgt bei den Produzenten unserer Nahrungsmittel für ein Einkommen, von dem die Menschen leben können. Die biologische Landwirtschaft steht für giftfreien, schonenden Anbau und schützt damit die Natur und unsere Lebensgrundlagen. Die passierten Tomaten aus Sizilien kommen aus mafiabefreitem Land und geben den Bauern wieder die Möglichkeit, frei und ohne Zwang zu wirtschaften“, erläutern die Suppen-Köchinnen Claudia Thelen und Renate Adams von der Fairtrade-Gruppe Sinzig. „Die Bio-Gewürze aus dem örtlichen Bioladen haben der Suppe noch den nötigen Pfiff gegeben, was einige der Besucher bestätigten“, freuen sich die Fairtrade-Aktiven. Da waren sich alle einig: „Bei der nächsten Suppen-Aktion wird wieder mitgekocht!“ Das Rezept der Fairtrade-Suppe erscheint bald mit den Rezepten aller Suppen des Events in einem Rezept-Heft, das die Initiatorinnen der Sinziger Suppenmeile Berit Kokott und Monika Weber-Lambert vom Bürgerforum mit den beteiligten Vereinen zusammengestellt haben.
Bild (Michael Kokott): Organisationsteam und Fairtrade-Gruppe mit Vanessa Ehlen, Monika Weber-Lambert, Angelika Hecht-Schneewolf, Christoph Schick, Renate Adams, Claudia Thelen und Berit Kokott (von links).









