Frühlingserwachen mit fairen Sachen

Nach langer Corona-Pause fand am letzten März-Wochenende endlich wieder das Sinziger Frühlingserwachen unter dem Motto „Sinzig blüht auf“ statt. Die Fairtrade-Gruppe beteiligte sich mit einem Stand und Informationen zum Fairen Handel. Faire Schokoladen-Hasen und -Eier sowie handwerkliche Produkte zum Osterfest waren ebenso im Angebot wie viele bekannte Waren aus dem fairen Sortiment. Wie immer kam es zu angeregten Gesprächen mit den Marktbesuchern und wohlwollender Unterstützung auch mit Spenden. Gewinne aus dem Verkauf gehen an die Produzentinnen und Produzenten der Waren, die durch die Fairhandels-Gesellschaften auskömmliche Löhne für ihre Arbeit erhalten. So ist der Lebensunterhalt der Arbeitenden in den Herkuftsländern gesichert und es wird ausbeuterische Arbeit und Kinderarbeit verhindert. Spenden gehen in diesem Jahr über den Weltladen Remagen-Sinzig an ein Frauen-Projekt in Afghanistan in dem Safran erzeugt wird.

 

Bild: Renate Adams

Fairer Marktstand in Bad Bodendorf

Die Fairtrade-Gruppe Sinzig beteiligte sich am 17. März mit dem ersten fairen Marktstand 2023 in Bad Bodendorf am Freitagsmarkt. „Das war eine sehr erfolgreiche Aktion! Die Bad Bodendorfer Bürgerinnen und Bürger sind dem Fairen Handel sehr aufgeschlossen und kaufen gerne die Produkte“, resümiert Monika Mombauer. „Aus diesem Grund werden wir nun jeden dritten Freitag im Monat die fairen Waren aus dem Weltladen Remagen-Sinzig auf dem Freitagsmarkt anbieten“, sind sich die Aktiven der Fairtrade-Gruppe einig.

Bild (Wolfgang Seidenfuß): Frank Cornely, Sigrid Saak, Monika Mombauer, Renate Adams und Ingo Binnewerg (von links nach rechts) am Fairtrade-Stand in Bad Bodendorf

Faire Rosen zum Weltfrauentag

Die Fairtrade-Stadt Sinzig setzt sich auch in diesem Jahr wieder für einen gerechten Welthandel ein. Nach dem erfolgreichen Sinziger Möhnen-Empfang mit fairen Knabbereien und fairem Sekt, verschenkte die Fairtrade-Gruppe nun zum Weltfrauentag faire Rosen und fairen Sinziger Stadtkaffee an die Senioreneinrichtungen. „Wir bedanken uns von Herzen für die tollen Blumen und die damit zum Ausdruck gebrachte Anerkennung für die Pflege- & Betreuungsarbeit“ so Jantje-Mareen Monschau vom Maranatha in Bad Bodendorf. Andrea Herter, Leiterin Sozialer Dienst des Johanniter-Hauses in Sinzig, freute sich mit ihren Kolleginnen über die faire Überraschung: „Die tägliche Arbeit im Bereich der Pflege kann ohne Wertschätzung nicht funktionieren. Vielen Dank für diese Art von Wertschätzung für unsere Kolleginnen am Weltfrauentag.“

Mit dieser Aktion möchten die Aktiven der Fairtrade-Stadt Sinzig den Frauen in den Senioreneinrichtungen für ihre engagierte Arbeit danken und auch die Frauen unterstützen, die in Afrika diese schönen Rosen produzieren.

Mit dem Kauf von fairen Blumen werden gleich mehrere Menschen beschenkt: Die Beschenkten bei uns, die sich an den schönen Blumen erfreuen können und die Arbeiterinnen auf den Plantagen, die durch den fairen Handel bessere Arbeitsbedingungen und mehr Einkommen erhalten. Damit können sie sich und ihre Familien versorgen und ihren Kindern Bildung für eine bessere Zukunft ermöglichen.

Achten auch Sie auf faire Blumen! Im Sinziger Handel werden faire Blumen und auch viele weitere faire Produkte angeboten. Nicht nur zum Weltfrauentag!

Danke auch an Floristik und Ambiente Meyer für die freundliche Unterstützung!

Bild: Ingo Binnewerg (links) und Monika Mombauer (rechts) von der Fairtrade-Gruppe verteilten faire Rosen mit Ortsvorsteher Alexander Albrecht (zweiter von rechts) an das Team im Maranatha Bad Bodendorf mit Jantje-Mareen Monschau (vierte von links).

Fairtrade bei Sinziger Klimademo

Sinzig beteiligte sich am 3. März  wieder am globalen Klimastreik. Die Initiative Sinzig4Future hat mit der Nachhaltigkeits-AG des Rhein-Gymnasiums und der Fairtrade-Gruppe einen beachtlichen Demo-Zug und anschließend ein Treffen mit Redebeiträgen auf dem Kirchplatz organisiert. Viele junge Leute und engagierte Bürgerinnen und Bürger zogen mit Plakaten und Sprechchören zum Stopp des Klimawandels und der Aufforderung zum schnellen Handeln auf allen Ebenen durch Sinzig. Auf dem Kirchplatz fanden sich viele Informationen dazu an den Info-Ständen der Fairtrade-Gruppe, des BUND, der Grünen und vonSinzig4Future. Die eCB-KreisAhrweiler Carsharing-Initiative war sogar mit einem Carsharing-Auto vertreten. Leckeren Kuchen und Kaffee bot die Nachhaltigkeits-AG den Beteiligten zur Stärkung an. Etliche Teilnehmende erkundeten anhand eines Parcours mit Fragen ihren ökologischen Fußabdruck. Die Überraschung war dann recht groß, dass die meisten von uns mindestens zwei, manchmal sogar drei Erden für ihren Lebensstil benötigen! Wir sind alle aufgefordert, uns in jedmöglicher Form am Kampf gegen den Klimawandel zu beteiligen und unseren Lebensstil anzupassen.

Fairer Möhnen-Empfang

Zum diesjährigen Möhnen-Empfang an Weiber-Donnerstag im Sinziger Rathaus beteiligte sich die Fairtrade-Steuerungsgruppe Sinzig. Neben einem kleinen Vortrag zum Thema Fairer Handel, gab es fairen Sekt und allerlei faires Knabberzeug zum Probieren. Zudem verteilten Renate Adams und Ingo Binnewerg von der Fairtrade-Gruppe faires Wurfmaterial für den Sinziger Zug. Darunter sind faire Mango- und Frucht-Gummibären sowie faire Schokoladen-Täfelchen. Die Möhnen freuten sich über die Informationen und waren dem Thema „gerechter Welthandel“ sehr aufgeschlossen.

Bild von Melanie Walkenbach: Ingo Binnewerg und Renate Adams unter den Sinziger Möhnen

Faire Blumen und Schokolade zum Valentinstag schenken

Gerechter Welthandel ist die beste Hilfe für Entwicklung und gegen Flucht

Wir schenken unseren Liebsten gerne einen bunten Strauß frischer Blumen oder leckere Schokolade zum Valentinstag! Sowohl der Kakao für die Schokolade als auch die meisten Blumen kommen aus Ländern des globalen Südens. In Kenia arbeiten ca. 100.000 Menschen in der Pflanzenindustrie. Sie spielt eine immer bedeutendere Rolle und bringt dringend benötigte Devisen ins Land. Frauen machen ungefähr die Hälfte der Beschäftigten auf Blumen- und Pflanzenfarmen aus. Sie sind als Pflückerinnen oder in den Verpackungshallen tätig. Viele sind alleinerziehend, ihr Bildungsstand ist meist niedrig. Oft kennen sie ihre Rechte als Arbeitnehmerinnen nicht. Niedrige Löhne und mangelnde Arbeitssicherheit verschlechtern die Situation. Fairtrade hat das Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. Dazu gehören feste Arbeitsverträge, Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit, Mutterschutz, klare Arbeitszeitregelungen sowie Schutzkleidung und Trainings zum sicheren Umgang mit Chemikalien. Fairtrade-Farmen sind verpflichtet, einen landes- oder sektorspezifischen Mindestlohn/Tariflohn zu zahlen, und diesen kontinuierlich zu erhöhen, um auf das Level eines existenzsichernden Lohnes zu kommen. Kinderarbeit ist nicht erlaubt. Für die Farmen gelten außerdem strenge Umweltkriterien. Die Blumenfarmen erhalten zusätzlich zum Exportpreis eine Fairtrade-Prämie ausbezahlt. Diese beträgt zehn Prozent dieses Preises und kommt direkt den Beschäftigten zugute. Das von der Belegschaft gewählte Fairtrade-Prämienkomitee entscheidet über die Nutzung des Geldes. Das sind alles Vorteile des Fairen Handels, die auch in den anderen Produktionszweigen wie dem Kakao-Anbau gelten.

Wenn wir Faire Waren verschenken, machen wir nicht nur unseren Liebsten eine Freude sondern sorgen auch für ein menschenwürdiges Leben in den Produktionsländern. Der Sinziger Handel hat viele faire Waren im Angebot und berät gerne. Machen Sie mit: Für Mensch und Umwelt!

Neujahrstreffen des Weltladens

Am 4. Januar trafen sich die aktiven Mitarbeiterinnen des Weltladens im Saal des evangelischen Gemeindeshauses in Remagen zu einem fröhlichen Neujahrsempfang. Auch aus dem Marktteam der Fairtrade-Gruppe Sinzig waren Teilnehmerinnen dabei.

„Wir feiern ein sehr erfolgreiches Jahr 2022. Mit unserem gemeinsamen Engagement und dank einer wachsenden Anzahl an Stammkund*innen konnten wir unseren Umsatz weiter steigern. Damit unterstützen wir viele Menschen im globalen Süden, die unsere Waren zu einem gerechten Lohn herstellen. Der faire Handel verändert die Verhältnisse vor Ort, bekämpft ausbeuterische Kinderarbeit und gibt vielen Menschen Lebensperspektiven,“ so die Sprecherinnen Silke Olesen und Walburga Greiner.

Der Gewinn aus dem Verkauf wurde wie gehabt wieder an Hilfsbedürftige gespendet: an ein Hilfsprojekt der Welthungerhilfe im Flüchtlingscamp Dzeleka in Malawi, an die Diakonie Katastrophenhilfe sowie an besonders hart von der Ahrflut betroffene Familien.

Besonders stolz zeigte sich die 35köpfige Runde über die Anerkennung durch das Land Rheinland-Pfalz mit der Verleihung des Brückenpreises. Gemeinsam schaute man sich den Film über den Weltladen an, der auch auf der Webseite des Ladens veröffentlicht ist.

In einer kurzen Ansprache bedankte sich Pfarrerin Kerstin Laubmann im Namen der Gemeinde für das Engagement des Weltladenteams. „Trotz der vielen und übermächtig erscheinenden Katastrophen in der Welt, haben Sie alle für sich die Entscheidung getroffen, nicht zu verzagen und sich für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen. Dafür mein herzlicher Dank und Gottes Segen.“

„Heute feiern wir uns. Und ab morgen werden wir uns wieder gemeinsam für die faire Sache einsetzen: im Laden, auf Märkten oder bei Bildungsveranstaltungen. All dies gemeinsam und so erfolgreich zu tun, macht Freude und gibt jeder von uns auch viel zurück,“ so Waltraud Mertens vom Leitungsteam.

10. Dez.: Tag der Menschenrechte

Ob Kleidung, Schokolade oder Smartphones – hinter vielen Produkten verbergen sich sehr häufig Geschichten von Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung. Wir wissen inzwischen alle, dass unsere Konsumwelt nur funktioniert, weil auf der ganzen Welt Menschen hart arbeiten, um die bei uns angebotenen Waren zu produzieren. Leider geht es dabei meist alles andere als fair zu. Weil viele möglichst wenig zahlen wollen, werden Menschen weltweit ausgebeutet: in Textilfabriken in Bangladesch, bei der Ernte von Kakaobohnen in Ghana oder beim Rohstoffabbau in der Demokratischen Republik Kongo. Die Menschen dort arbeiten unter unwürdigen Bedingungen, erhalten einen Lohn, der nicht zum Leben reicht. Zudem sind sie häufig gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.

Nur faire Schokolade ist ohne Kinderarbeit hergestellt

Weihnachtszeit ist Schokoladenzeit. Auf den Kakaoplantagen Westafrikas, wo die wichtigste Zutat für Schokolade angebaut wird, arbeiten heute noch immer rund zwei Millionen Kinder unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen. Viele können nicht zur Schule gehen. Keiner der großen und leider immer noch nicht zertifizierten Schokoladenhersteller kann ausschließen, dass in seinen Produkten Kinderarbeit steckt. Die Weltladenbewegung fordert daher, dass Kakaobäuer*innen existenzsichernde Preise erhalten, denn Kinderarbeit und Armut hängen eng miteinander zusammen.

Die Marktführer unter den Schokoladenfirmen versprechen seit zwei Jahrzehnten, Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen zu beenden, doch geschehen ist wenig. Die Unternehmen fürchten Kunden und Profite zu verlieren, wenn sie als erste aktiv werden und deshalb die Preise erhöhen müssen, während die Konkurrenten weiterhin billig verkaufen.Da Versprechen und freiwillige Selbstverpflichtungen nicht funktionieren, brauchen wir dringend eine verbindliche Regulierung!

Menschenrechte gelten für alle

Die Menschenrechte, die überall auf der Welt und für alle gleichermaßen gelten, sind durch die massive Armut bedroht. Das muss sich ändern – konsequentes Handeln von Wirtschaft und Politik ist ein Muss. Aber auch jede und jeder Einzelne von uns kann selbst etwas tun. Bei unserem täglichen Einkauf entscheiden wir, wie gut die Menschen in den Produktionsländern von ihrer Arbeit leben können und unter welchen Bedingungen sie arbeiten müssen.

FAIRE WEIHNACHTEN – Vom Wissen zum Handeln

Der Weltladen Remagen und die Fairtrade-Gruppe Sinzig bitten alle: „Kaufen Sie vermehrt Produkte aus Fairem Handel! Sprechen Sie aktiv Ihre Familie, Ihre Freund*innen, Ihre Kolleg*innen auf die Vorteile von fair gehandelten Produkten an! In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Familien FAIRE WEIHNACHTEN!“

Bild: Kinderarbeit ist auf Plantagen weit verbreitet: Ohne feste Schuhe, ohne Schutzkleidung müssen Kinder schwerste Arbeiten verrichten. (© Daniel Rosenthal)

Weltladen mit starkem Leitungsteam

Auf ihrer Mitgliedersammlung wählten die Mitglieder des Weltladens Remagen-Sinzig turnusgemäß ihr Leitungsteam. Einstimmig, ohne Enthaltung und ohne Gegenstimmen, wurde das Team aus sieben Frauen gewählt. Walburga Greiner und Silke Olesen werden den Weltladen wie gehabt als Sprecherinnen vertreten. Judith Piotrowski leitet weiterhin den Einkauf von fairen Lebensmitteln und Handwerksartikeln. Gudrun Fassbender und Karin Stumm werden für die Ladenorganisation verantwortlich zeichnen. Waltraud Mertens ist für die Koordination der Märkte und den Verkauf in den Büchereien in Oberwinter und Kripp zuständig. Renate Adams vom Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V. übernimmt die Verknüpfung von den Sinziger Aktiven zum Weltladen in Remagen und gemeinsam mit Waltraud Mertens den Bildungsbereich.

„Wir sind ein gut eingespieltes Team und freuen uns auch in diesem Jahr über wachsende Umsatzzahlen. Sehr froh sind wir über die zusätzliche Unterstützung von Karin Stumm und Renate Adams. So verstärkt können wir unsere vielen Ideen umsetzen, um noch mehr Aufmerksamkeit auf die ungerechten Zustände im Welthandel zu lenken und unseren Beitrag für eine nachhaltige Veränderung zu leisten,“ so Silke Olesen.

Und Walburga Greiner ergänzt: „Wir fordern mehr Solidarität mit den Menschen in den südlichen Ländern. Insbesondere Kinder und Frauen leiden unter der Ungerechtigkeit des Welthandels. Damit wir möglichst viele Menschen erreichen, gehen wir auf Veranstaltungen und Märkte in Remagen und Sinzig sowie auf spezielle Märkte der Umgebung, wie etwa auf den Martinsmarkt in Dernau, den Weihnachtsmarkt in Bad Bodendorf, den nachhaltigen Adventsmarkt im Rhein-Gymnasium Sinzig oder den Nikolausmarkt in Remagen – um nur einige zu nennen. Außerdem wollen wir vermehrt auch Unternehmen, Vereine und andere Institutionen ansprechen, bei ihrem Einkauf auf mehr Nachhaltigkeit zu achten oder bei Jubiläen faire Präsente zu überreichen.“

Fair auch am Weihnachtsmarkt Sinzig

Schon fast Tradition ist die Beteiligung der Fairtrade-Steuerungsgruppe Sinzig auf dem Sinziger Weihnachtsmarkt. Mit vielen schönen und weihnachtlichen Produkten aus dem Weltladen Remagen-Sinzig wurde ein Weihnachtshaus auf dem Sinziger Weihnachtsmarkt bestückt. Wer noch ein faires und ohne Kinder- und Sklavenarbeit hergestelltes Weihnachtsgeschenk sucht, wird hier schnell fündig. Neben feinen Leckereien finden sich auch viele Handwerksprodukte, die von Kooperativen in Ländern des globalen Südens hergestellt werden. Der Faire Handel zahlt einen angemessenen Lohn, so dass die Menschen mit ihren Familien davon leben können. Zusätzlich erhalten die Kooperativen Prämien, mit denen Schulen, Gesundheitsstationen, Brunnen und vieles andere Notwendige gebaut und betrieben werden. So sorgen wir mit einem hochwertigen fairen Geschenk für doppelte Freude: Für die Beschenkten und für die Produzentinnen und Produzenten. Eine schöne Weihnachtszeit wünscht die Fairtrade-Steuerungsgruppe und der Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V. allen Sinzigerinnen und Sinzigern.