Neujahrstreffen des Weltladens

Am 4. Januar trafen sich die aktiven Mitarbeiterinnen des Weltladens im Saal des evangelischen Gemeindeshauses in Remagen zu einem fröhlichen Neujahrsempfang. Auch aus dem Marktteam der Fairtrade-Gruppe Sinzig waren Teilnehmerinnen dabei.

„Wir feiern ein sehr erfolgreiches Jahr 2022. Mit unserem gemeinsamen Engagement und dank einer wachsenden Anzahl an Stammkund*innen konnten wir unseren Umsatz weiter steigern. Damit unterstützen wir viele Menschen im globalen Süden, die unsere Waren zu einem gerechten Lohn herstellen. Der faire Handel verändert die Verhältnisse vor Ort, bekämpft ausbeuterische Kinderarbeit und gibt vielen Menschen Lebensperspektiven,“ so die Sprecherinnen Silke Olesen und Walburga Greiner.

Der Gewinn aus dem Verkauf wurde wie gehabt wieder an Hilfsbedürftige gespendet: an ein Hilfsprojekt der Welthungerhilfe im Flüchtlingscamp Dzeleka in Malawi, an die Diakonie Katastrophenhilfe sowie an besonders hart von der Ahrflut betroffene Familien.

Besonders stolz zeigte sich die 35köpfige Runde über die Anerkennung durch das Land Rheinland-Pfalz mit der Verleihung des Brückenpreises. Gemeinsam schaute man sich den Film über den Weltladen an, der auch auf der Webseite des Ladens veröffentlicht ist.

In einer kurzen Ansprache bedankte sich Pfarrerin Kerstin Laubmann im Namen der Gemeinde für das Engagement des Weltladenteams. „Trotz der vielen und übermächtig erscheinenden Katastrophen in der Welt, haben Sie alle für sich die Entscheidung getroffen, nicht zu verzagen und sich für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen. Dafür mein herzlicher Dank und Gottes Segen.“

„Heute feiern wir uns. Und ab morgen werden wir uns wieder gemeinsam für die faire Sache einsetzen: im Laden, auf Märkten oder bei Bildungsveranstaltungen. All dies gemeinsam und so erfolgreich zu tun, macht Freude und gibt jeder von uns auch viel zurück,“ so Waltraud Mertens vom Leitungsteam.

10. Dez.: Tag der Menschenrechte

Ob Kleidung, Schokolade oder Smartphones – hinter vielen Produkten verbergen sich sehr häufig Geschichten von Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung. Wir wissen inzwischen alle, dass unsere Konsumwelt nur funktioniert, weil auf der ganzen Welt Menschen hart arbeiten, um die bei uns angebotenen Waren zu produzieren. Leider geht es dabei meist alles andere als fair zu. Weil viele möglichst wenig zahlen wollen, werden Menschen weltweit ausgebeutet: in Textilfabriken in Bangladesch, bei der Ernte von Kakaobohnen in Ghana oder beim Rohstoffabbau in der Demokratischen Republik Kongo. Die Menschen dort arbeiten unter unwürdigen Bedingungen, erhalten einen Lohn, der nicht zum Leben reicht. Zudem sind sie häufig gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.

Nur faire Schokolade ist ohne Kinderarbeit hergestellt

Weihnachtszeit ist Schokoladenzeit. Auf den Kakaoplantagen Westafrikas, wo die wichtigste Zutat für Schokolade angebaut wird, arbeiten heute noch immer rund zwei Millionen Kinder unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen. Viele können nicht zur Schule gehen. Keiner der großen und leider immer noch nicht zertifizierten Schokoladenhersteller kann ausschließen, dass in seinen Produkten Kinderarbeit steckt. Die Weltladenbewegung fordert daher, dass Kakaobäuer*innen existenzsichernde Preise erhalten, denn Kinderarbeit und Armut hängen eng miteinander zusammen.

Die Marktführer unter den Schokoladenfirmen versprechen seit zwei Jahrzehnten, Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen zu beenden, doch geschehen ist wenig. Die Unternehmen fürchten Kunden und Profite zu verlieren, wenn sie als erste aktiv werden und deshalb die Preise erhöhen müssen, während die Konkurrenten weiterhin billig verkaufen.Da Versprechen und freiwillige Selbstverpflichtungen nicht funktionieren, brauchen wir dringend eine verbindliche Regulierung!

Menschenrechte gelten für alle

Die Menschenrechte, die überall auf der Welt und für alle gleichermaßen gelten, sind durch die massive Armut bedroht. Das muss sich ändern – konsequentes Handeln von Wirtschaft und Politik ist ein Muss. Aber auch jede und jeder Einzelne von uns kann selbst etwas tun. Bei unserem täglichen Einkauf entscheiden wir, wie gut die Menschen in den Produktionsländern von ihrer Arbeit leben können und unter welchen Bedingungen sie arbeiten müssen.

FAIRE WEIHNACHTEN – Vom Wissen zum Handeln

Der Weltladen Remagen und die Fairtrade-Gruppe Sinzig bitten alle: „Kaufen Sie vermehrt Produkte aus Fairem Handel! Sprechen Sie aktiv Ihre Familie, Ihre Freund*innen, Ihre Kolleg*innen auf die Vorteile von fair gehandelten Produkten an! In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Familien FAIRE WEIHNACHTEN!“

Bild: Kinderarbeit ist auf Plantagen weit verbreitet: Ohne feste Schuhe, ohne Schutzkleidung müssen Kinder schwerste Arbeiten verrichten. (© Daniel Rosenthal)

12. Juni: Welttag gegen Kinderarbeit

Kinderarbeit nimmt weltweit wieder zu. Der Weltladen Remagen-Sinzig engagiert sich wie die gesamte Weltladenbewegung seit über 40 Jahren gegen Kinderarbeit. Fast alle Staaten der Welt haben sich mit der Agenda 2030 auf das Ziel geeinigt, jegliche Form der Kinderarbeit bis zum Jahr 2025 vollständig abzuschaffen. Doch unter Corona hat sich die Situation der Kinder in vielen Staaten wieder verschlechtert. Inzwischen geht man von rund 160 Millionen arbeitenden Kindern aus.

Was ist Kinderarbeit?

Kinderarbeit wird definiert als jede Art von Arbeiten, für die Kinder zu jung sind oder die gefährlich oder ausbeuterisch sind, die körperliche oder seelische Entwicklung schädigen oder die Kinder vom Schulbesuch abhalten. Sie beraubt Kinder ihrer Kindheit und verstößt gegen die weltweit gültigen Kinderrechte.  Fast die Hälfte der Kinderarbeiter leidet unter Arbeitsbedingungen, die gefährlich oder ausbeuterisch sind – zum Beispiel in Goldminen in Burkina Faso, als Textilarbeiter in Bangladesch, auf Kakaoplantagen in der Elfenbeinküste oder auf Farmen in Lateinamerika.

Ursachen und Gründe für Kinderarbeit

Materielle Armut ist eine der Hauptursachen, allerdings ist Kinderarbeit selbst auch eine Ursache für Armut: Wer von klein auf schuftet und niemals zur Schule geht, wird sein Leben als Tagelöhner fristen. Weitere Gründe: Regierungen vernachlässigen Bildungssysteme – Eltern erhalten keine existenzsichernden Löhne, so dass die Kinder mitarbeiten müssen – skrupellose Arbeitgeber, die Kinder einstellen, weil sie diesen noch niedrigere Löhne zahlen können.

Jede/r kann etwas gegen Kinderarbeit tun

Wenn Produkte extrem billig sind, wurden sie sehr wahrscheinlich von unterbezahlten Kindern in überfüllten Fabriken hergestellt. Aber auch in teuren Waren kann Kinderarbeit stecken – Sicherheit geben nur anerkannte Siegel für fair gehandelte Waren. Jeden Tag können wir mit unserem Einkauf mitentscheiden, ob Kinder zur Arbeit gezwungen werden oder nicht. Im Durchschnitt gaben 2020 die Verbraucher*innen in Deutschland pro Kopf 21,63 Euro für faire Lebensmittel und Handwerksprodukte aus. Diese Zahl zeigt, dass das Bewusstsein für den fairen Handel und eigenes faires Handeln noch stark ausbaufähig ist. Dabei gibt es heute so gut wie alle Produkte in einer fairen Variante, auch im normalen Supermarkt. Bekannt sind Schokolade, Kaffee, Tee, Zucker oder Hülsenfrüchte, aber auch Schmuck, Kleidung, Dekoartikel und andere Konsumgüter wurden zertifiziert.

Der Weltladen Remagen-Sinzig wünscht sich zum Tag gegen Kinderarbeit, dass sich jede Bürgerin und jeder Bürger für mindestens ein Produkt entscheidet, das es ab sofort dauerhaft nur noch „in fair“ gibt – das wäre ein erster kleiner Schritt für mehr Gerechtigkeit für die Kinder im Globalen Süden.

Weltfrauentag – Faire Blumen stärken Frauen

Unser Kaufverhalten entscheidet mit!

Die Fairtrade-Stadt Sinzig hat sich zur Aufgabe gemacht, den gerechten Welthandel zu unterstützen und beteiligt sich an vielen Aktionen. „Besonders zum Weltfrauentag möchten wir auf die Einkommenssituation von Frauen aufmerksam machen, die für uns Blumen, Lebensmittel oder Produkte des täglichen Bedarfs herstellen. Hier ist es besonders wichtig, dass die Frauen einen angemessenen Lohn erhalten und die Arbeitsbedingungen nach internationalem Arbeitsrecht eingehalten werden. Denn oft ernähren die Frauen im globalen Süden ganze Familien mit ihrer Arbeitskraft“, sind sich die Aktiven der Fairtrade-Steuerungsgruppe einig.

100.000 Menschen sind in Kenia in der Blumen- und Pflanzenindustrie beschäftigt. Nach der Teeproduktion sind die Blumen die zweitgrößte Devisenquelle in dem afrikanischen Land. Niedrige Arbeitslöhne und mangelnde Arbeitssicherheit sind aber weit verbreitet. Damit die Arbeiterinnen und Arbeiter von ihrem Lohn ihre Familien ernähren können, hat sich der Faire Handel das Ziel gesetzt, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. Dazu gehören feste Arbeitsverträge, Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit, Mutterschutz, klare Arbeitszeitregelungen sowie Schutzkleidung und Trainings zum sicheren Umgang mit Chemikalien. Da in der Blumenbranche viele Frauen beschäftigt sind, stärkt der faire Handel auch die Rechte und Einkommen der Frauen.

Auch aus ökologischer Sicht ist es sinnvoll, sich für Blumen aus Übersee zu entscheiden. Trotz Luftfrachttransport haben beispielsweise Fairtrade-Blumen aus Äthiopien und Kenia eine wesentlich günstigere Energie- und CO2-Emissionsbilanz als einheimische Rosen. Grund ist das wärmere Klima in den Ländern in Äquatornähe. Auf beheizte Gewächshäuser mit einem hohen Energieverbrauch vor allem im Winter kann somit verzichtet werden. Die Blumenfarmen erhalten zusätzlich zum Exportpreis eine Fairtrade-Prämie ausbezahlt, mit der sie weitere Projekte wie Schulbau oder medizinische Versorgung finanzieren.

„Achten auch Sie beim Kauf von Blumen und weiteren Waren auf Siegel des fairen Handels – denn unser Kaufverhalten ist entscheidend für einen gerechten Welthandel“, appellieren die Verantwortlichen der Fairtrade-Stadt Sinzig an die Bürgerinnen und Bürger – nicht nur zum Weltfrauentag!

Altkleiderberge nehmen auch in Sinzig zu

Schnelle Mode“ vermüllt die Welt.

Der Trend des schnellen Modewechsels geht auch an uns nicht vorbei – in immer kürzeren Abständen kommen neue Kollektionen auf den Markt. Wir sind gefordert ständig neue Kleidung zu kaufen und die alte dann mehr oder wenig ungenutzt zu entsorgen. Vermeintlich mit gutem Gewissen landet die Kleidung in den Altkleider-Containern, wo sie ja sinnvoll weitergenutzt oder recycelt wird. Davon gehen wir alle aus. Doch in der Realität finden sich riesige Berge unserer Altkleider mittlerweile in Afrika. So viele Kleidungsstücke werden dort aber gar nicht benötigt, wie zum Beispiel in Ghana mit großen Containerschiffen angeliefert werden. Die meisten landen auf einer Müllhalde in der Nähe der Hauptstadt Accra, von wo sie verweht werden und letztendlich im Meer enden. Nicht nur die Umwelt wird durch diese „Entsorgungsform“ stark belastet, auch die eigene Textilherstellung in diesen Ländern kann mit der importierten Billigware nicht konkurrieren. So gehen Arbeitsplätze verloren und die Menschen haben kein Einkommen mehr.

Schuld daran sind die immer öfter wechselnden Modetrends und die Billigware in den Industriestaaten. Dies ist nur möglich, da die Kosten für die Herstellung der Kleidung durch die Produktion in sogenannten „Billiglohn-Ländern“ gesenkt wurden. Allerdings geht das auf Kosten der Menschen und der Umwelt in diesen Ländern. In unserem Handel werden T-Shirts zum Teil für 3 bis 5 Euro verkauft. Das führt dazu, dass wir immer mehr kaufen und die Kleidung immer schneller entsorgen. 60 Kleidungsstücke kaufen wir im Durchschnitt pro Jahr. Davon tragen wir manche nur ein oder zwei Mal, manche sogar gar nicht. So enden mehr als eine Million Tonnen Textilien in Deutschland jährlich in den Altkleidercontainern und zu einem großen Teil in den Ländern des globalen Südens.

„Angesichts der Umweltbelastungen und den kritischen Arbeitsbedingungen bei der Herstellung unserer Kleidung, liegt es an uns – auch hier in Sinzig – diesen nicht nachhaltigen Konsum zu beenden,“ appelliert die Fairtrade-Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Sinzig an die Bürgerinnen und Bürger. „Durch den Kauf von fair hergestellter Kleidung oder von Second-Hand-Ware sowie der möglichst langen Nutzung der Kleidung können wir der Verschwendung begegnen: Von Fast Fashion zu Fair Fashion!“, möchten Ingo Binnewerg und Renate Adams vom Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V. zu einem umweltbewussten und fairen Konsum anregen. Fair hergestellte Kleidung erkennt man zum Beispiel an Siegeln der Fair Wear Foundation, Fairtrade, GOTS oder IVN Best.

 

Gute Vorsätze im Neuen Jahr gleich umsetzen

“Warum die guten Vorsätze für das Neue Jahr nicht gleich in die Tat umsetzen?”, findet Ingo Binnewerg von der Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Sinzig. “Wer etwas für einen gerechten Welthandel und gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur tun möchte, kann sofort loslegen: Schokolade, Tee, Kakao, Kaffee, Nüsse, Früchte, Kleidung, Kosmetik und viele weitere Produkte gibt es mittlerweile aus dem fairen Handel und meist sogar aus biologischem Anbau”, ergänzt Monika Mombauer.

Die Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Sinzig hat sich entschlossen, ab diesem Jahr jeden dritten Donnerstag im Monat die fairen Waren auf dem Sinziger Wochenmarkt anzubieten. Die Waren werden vom Weltladen Remagen-Sinzig bezogen und sind garantiert aus fairem Handel. “Beim Kauf dieser Waren können wir weitgehend sicher sein, dass die Produzentinnen und Produzenten einen angemessenen Lohn bekommen und nachhaltig anbauen, so dass die Versorgung mit den Produkten wie Kaffee oder Tee auch langfristig gesichert ist. Denn nur wenn die Menschen vor Ort, die für uns diese Produkte anbauen, davon auch gut leben können und eine Zukunftsperspektive haben, kann unser Bedarf weiterhin gedeckt werden”, erläutert Renate Adams von der Steuerungsgruppe. Die Fairtrade-Stadt Sinzig hat sogar einen “eigenen” Stadtkaffee: Der Kaffee stammt aus Kooperativen unter anderem aus Mexiko, Honduras und Nicaragua und wird von der Fairhandels-Organisation Gepa vertrieben. Er trägt auf der Vorderseite die Aufschrift “Sinziger Stadtkaffee”. Er ist sowohl auf dem Fairtrade-Marktstand als auch im Bioladen “Gänseblümchen”, der Lesezeit und bei REWE zu finden. “Die Produzentinnen und Produzenten unserer Waren im globalen Süden leiden zur Zeit sehr stark unter der Corona-Pandemie und dem Klimawandel und den daraus folgenden wirtschaftlichen Verwerfungen. Die Energiepreise steigen, der Transport und die Produktion werden teurer, so dass leider auch die Preise für die Waren angehoben werden müssen. Allerdings gibt der Weltladen die noch zu den Preisen des letzten Jahres erworbenen Waren ohne Aufschläge in den Verkauf”, teilen Walburga Greiner und Silke Olesen vom Weltladen Remagen-Sinzig mit. Wer sich also einen Vorrat schaffen möchte, hat am 20. Januar auf dem Sinziger Wochenmarkt Gelegenheit dazu. Greifen Sie zu – Setzen Sie die guten Vorsätze gleich in die Tat um: Für Mensch und Natur!

Rheinland-Pfalz nachhaltig

Packen wir es gemeinsam an!

Ein aktuelles Video vom Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz/ELAN e.V.

Wochenmarkt Sinzig – wir sind dabei!

Am Donnerstag, den 16. Dezember sind wir wieder mit einem Stand auf dem Sinziger Wochenmarkt. Schokolade, kleine Nikoläuse, leckere Currysoßen, kleine Geschenke – alles natürlich fair. Für jeden ist etwas dabei! Kommen Sie vorbei – wir freuen uns auf Sie!

Wir wünschen allen Sinzigerinnen und Sinzigern ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2022!

 

Faires auf dem Sinziger Markt

Am 18. November waren wir wieder mit einem Stand auf dem Sinziger Markt vertreten. Faire Süßigkeiten, Gewürze, Tees, Kaffees und natürlich auch  schönes Kunsthandwerk weckten bei vielen Besucher*innen wieder großes Interesse. Eine gute Gelegenheit, sich über die Zusammenhänge im Welthandel auszutauschen. Wir freuen uns über die gute Resonanz und werden auch im kommenden Monat wieder an den Start gehen.

Sinziger Stadtkaffee kommt gut an

Jedes Jahr findet im September die Faire Woche statt. Ziel der fairen Woche ist es, den fairen Welthandel in den Focus zu rücken und voran zu bringen. Denn viele unserer alltäglich genutzten Produkte werden unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt. Leidtragende sind meist ganze Familien, die trotz harter Arbeit nicht von ihrem Einkommen leben können. Die Stadt Sinzig hat sich 2015 mit der Zertifizierung zur „Fairtrade-Stadt“ verpflichtet, den Fairen Welthandel zu unterstützen und Produkte unter Berücksichtigung  öko-sozialer Aspekte zu beschaffen. Dazu gehört unter anderem Kaffee, den wir oft und gerne genießen. Um den Fairen Kaffee für die Sinziger Bürgerinnen und Bürger attraktiver zu machen, hat die Stadt gemeinsam mit der Fairtrade-Steuerungsgruppe die Idee umgesetzt, einen „Fairen Sinziger Stadtkaffee“ einzuführen. Der Kaffee ist ein fair produzierter Bio-Kaffee, der von Cooperativen in Südamerika ökologisch angebaut wird. Auf dem Stand des Weltladens Remagen-Sinzig und der Fairtrade-Steuerungsgruppe am letzten Wochenmarkt wurde er gerne von den Besucherinnen und Besuchern gekauft. Es gibt den Stadtkaffee als ganze Bohne oder gemahlen. Er ist erhältlich im Bio-Laden „Gänseblümchen“, im Weltladen Remagen-Sinzig in Remagen und an den Marktständen der Fairtrade-Steuerungsgruppe in Sinzig, die in der Presse angekündigt werden. Unterstützen auch Sie den fairen Welthandel und kaufen bevorzugt faire bzw. bio- und faire Produkte.