Fairer Handel gegen Klimawandel!

Ausstellung in Bonn zeigt eindrucksvoll die Klimafolgen im globalen Süden!

Monika Mombauer von der Fairtrade-Gruppe Sinzig lud die Fairtrade-Aktiven zu einer Foto-Ausstellung von Slycan Trust in „The Stage Gallery“ in Bonn ein. Dort waren sehr eindrucksvolle Fotos von einheimischen Fotografen aus Ghana, den Malediven, Sri Lanka und Uganda ausgestellt. Die Fotos waren gewollt ästhetisch, zeigten aber auf den zweiten Blick und mit der kundigen Erläuterung von Dennis Mombauer von Slycan Trust aus Sri Lanka, welche Veränderungen und schlimme Auswirkungen der Klimawandel in diesen Ländern hat. Neben den eindeutig zu erkennenden Folgen wie Überschwemmungen durch Starkregen und Orkane, Küstenfraß durch den steigenden Meeresspiegel und Dürre gibt es noch weitere schlimme Auswirkungen. So werden einsame ältere Menschen auf den Fotos gezeigt, die in ihren Häusern und Dörfern zurückbleiben, weil alle anderen Dorfbewohner vor Erdrutschen, Dürren und Überschwemmungen geflohen sind. „Das zerstört neben den in Jahrhunderten gewachsenen Dorfgemeinschaften, Kulturstätten und religiösen Einrichtungen auch die sozialen und kulturellen Grundlagen der Menschen. Viele fliehen in die Großstädte, wo sie dann ein kärgliches Leben durch schlecht bezahlte Hilfsarbeiten fristen. Auch traditionelles Handwerk, wie die Maskenschnitzerei in Sri Lanka, ist vom Klimawandel bedroht“, berichtet Dennis Mombauer den Besuchern. „Das Holz für die Masken stammt von Bäumen, die wegen des Klimawandels aussterben und die Handwerker geben die jahrhundertealte Tradition der Maskenherstellung auf, so dass das Wissen zur Herstellung und die Tradition allmählich verloren gehen.“ Auch die Landwirtschaft ist stark von den schnell wechselnden Wetterverhältnissen betroffen. „Hier setzt der faire Handel an, der die Menschen zu klimaangepassten Anbaumethoden schult, höhere Preise für die Produkte zahlt und langfristige Handelsbeziehungen eingeht“, sind sich die Aktiven der Fairtrade-Gruppe Sinzig einig: „Auf jeden Fall sind das starke Beweggründe, den Fairen Handel weiter zu fördern und zu unterstützen“.

 

Bild (Shehan Liyanage, Slycan Trust):

Von links nach rechts: Mayantha Modurasinghe (Slycan Trust), Heinz Mombauer, Renate Adams, Dennis Mombauer (Slycan Trust), Monika Mombauer, Sigrid Saak und Ingo Binnewerg

Fairer Stadtrundgang Remagen

Den zweiten „Fairen Stadtrundgang“ führte die Fairtrade-Stadt Remagen mit dem Weltladen Remagen-Sinzig am 13. Mai durch. Geologin Sabine Peters erläuterte, was Fairer Handel bedeutet und was unter fairen Arbeitsbedingungen zu verstehen ist. Anschließend wurde eine Galerie besucht, in der heimische Künstlerinnen und Künstler zu fairen Bedingungen ausstellen können. In verschiedenen Geschäften wurden faire Waren präsentiert und die Bedingungen des fairen Handels und von biologischem Anbau erläutert. Ein besonderes Angebot ist im „Unverpackt-Laden“ zu finden. Hier können eigene Gefäße zum Abfüllen der Waren mitgebracht werden und nur solche Mengen gekauft werden, die wirklich benötigt werden. Das spart Verpackungen und es müssen keine übrig gebliebenen Lebensmittel ggf. entsorgt werden. Zum Abschluss ging es noch in den Weltladen, wo die Mitarbeiterinnen zur Verkostung verschiedener Aufstriche eingeladen haben. Sigrid Saak und Renate Adams vom Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V. nahmen am Stadtrundgang teil.

Bild (Renate Adams): Unverpackt-Laden in Remagen mit dem Ladenbetreiber Waqar Saleem

 

Nachhaltiger Brunch im HOT

Das Haus der offenen Tür in Sinzig – HOT – führte ein Projekt mit Jugendlichen zum Thema „Nachhaltige Speisenzubereitung“ durch. Angeleitet und unterstützt wurden sie von dem bekannten Sinziger Spitzenkoch Jean-Marie Dumaine und seiner Frau Colette. Ein beachtliches Buffet stellten die Jugendlichen zusammen und legten Wert darauf, dass alles verwertet und nichts verschwendet wurde. Von diversen Rohkost-Salaten, Kartoffelsalat, Herings-Salat reichte das Buffet bis zu einem exotischen Kichererbsen-Eintopf, einer Brotsuppe und einem Brot-Pudding – um nur einige der Leckereien zu nennen. Zu dem Brunch geladen wurden die Klimaschutz-Managerin der Stadt Sinzig Clarissa Figura, die Nachhaltigkeits-AG des Rhein-Gymnasiums von Phyllis Kohnen mit zwei Schülerinnen und Renate Adams von der Fairtrade-Gruppe, die jeweils ein kurzes Statement zu ihrer Arbeit und zum Thema Nachhaltigkeit gaben. Jean-Marie Dumaine schloss dann mit einem beeindruckenden Überblick seiner vielfältigen Tätigkeiten ab. Moderiert wurde der nachhaltige Brunch von Tatjana Francesconi vom HOT, die das Projekt (H16) im HOT leitet. Eine größere Gruppe Frauen aus einem im HOT stattfindenden Deutsch-Kurs bereicherten das Geschehen. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung.

Bild von links nach rechts: Jean-Marie Dumaine, Tatjana Francesconi, Justin Langbein, Renate Adams, Clarissa Figura und Phyllis Kohnen

Frühlingserwachen mit fairen Sachen

Nach langer Corona-Pause fand am letzten März-Wochenende endlich wieder das Sinziger Frühlingserwachen unter dem Motto „Sinzig blüht auf“ statt. Die Fairtrade-Gruppe beteiligte sich mit einem Stand und Informationen zum Fairen Handel. Faire Schokoladen-Hasen und -Eier sowie handwerkliche Produkte zum Osterfest waren ebenso im Angebot wie viele bekannte Waren aus dem fairen Sortiment. Wie immer kam es zu angeregten Gesprächen mit den Marktbesuchern und wohlwollender Unterstützung auch mit Spenden. Gewinne aus dem Verkauf gehen an die Produzentinnen und Produzenten der Waren, die durch die Fairhandels-Gesellschaften auskömmliche Löhne für ihre Arbeit erhalten. So ist der Lebensunterhalt der Arbeitenden in den Herkuftsländern gesichert und es wird ausbeuterische Arbeit und Kinderarbeit verhindert. Spenden gehen in diesem Jahr über den Weltladen Remagen-Sinzig an ein Frauen-Projekt in Afghanistan in dem Safran erzeugt wird.

 

Bild: Renate Adams

Fairer Marktstand in Bad Bodendorf

Die Fairtrade-Gruppe Sinzig beteiligte sich am 17. März mit dem ersten fairen Marktstand 2023 in Bad Bodendorf am Freitagsmarkt. „Das war eine sehr erfolgreiche Aktion! Die Bad Bodendorfer Bürgerinnen und Bürger sind dem Fairen Handel sehr aufgeschlossen und kaufen gerne die Produkte“, resümiert Monika Mombauer. „Aus diesem Grund werden wir nun jeden dritten Freitag im Monat die fairen Waren aus dem Weltladen Remagen-Sinzig auf dem Freitagsmarkt anbieten“, sind sich die Aktiven der Fairtrade-Gruppe einig.

Bild (Wolfgang Seidenfuß): Frank Cornely, Sigrid Saak, Monika Mombauer, Renate Adams und Ingo Binnewerg (von links nach rechts) am Fairtrade-Stand in Bad Bodendorf

Faire Rosen zum Weltfrauentag

Die Fairtrade-Stadt Sinzig setzt sich auch in diesem Jahr wieder für einen gerechten Welthandel ein. Nach dem erfolgreichen Sinziger Möhnen-Empfang mit fairen Knabbereien und fairem Sekt, verschenkte die Fairtrade-Gruppe nun zum Weltfrauentag faire Rosen und fairen Sinziger Stadtkaffee an die Senioreneinrichtungen. „Wir bedanken uns von Herzen für die tollen Blumen und die damit zum Ausdruck gebrachte Anerkennung für die Pflege- & Betreuungsarbeit“ so Jantje-Mareen Monschau vom Maranatha in Bad Bodendorf. Andrea Herter, Leiterin Sozialer Dienst des Johanniter-Hauses in Sinzig, freute sich mit ihren Kolleginnen über die faire Überraschung: „Die tägliche Arbeit im Bereich der Pflege kann ohne Wertschätzung nicht funktionieren. Vielen Dank für diese Art von Wertschätzung für unsere Kolleginnen am Weltfrauentag.“

Mit dieser Aktion möchten die Aktiven der Fairtrade-Stadt Sinzig den Frauen in den Senioreneinrichtungen für ihre engagierte Arbeit danken und auch die Frauen unterstützen, die in Afrika diese schönen Rosen produzieren.

Mit dem Kauf von fairen Blumen werden gleich mehrere Menschen beschenkt: Die Beschenkten bei uns, die sich an den schönen Blumen erfreuen können und die Arbeiterinnen auf den Plantagen, die durch den fairen Handel bessere Arbeitsbedingungen und mehr Einkommen erhalten. Damit können sie sich und ihre Familien versorgen und ihren Kindern Bildung für eine bessere Zukunft ermöglichen.

Achten auch Sie auf faire Blumen! Im Sinziger Handel werden faire Blumen und auch viele weitere faire Produkte angeboten. Nicht nur zum Weltfrauentag!

Danke auch an Floristik und Ambiente Meyer für die freundliche Unterstützung!

Bild: Ingo Binnewerg (links) und Monika Mombauer (rechts) von der Fairtrade-Gruppe verteilten faire Rosen mit Ortsvorsteher Alexander Albrecht (zweiter von rechts) an das Team im Maranatha Bad Bodendorf mit Jantje-Mareen Monschau (vierte von links).

Fairtrade bei Sinziger Klimademo

Sinzig beteiligte sich am 3. März  wieder am globalen Klimastreik. Die Initiative Sinzig4Future hat mit der Nachhaltigkeits-AG des Rhein-Gymnasiums und der Fairtrade-Gruppe einen beachtlichen Demo-Zug und anschließend ein Treffen mit Redebeiträgen auf dem Kirchplatz organisiert. Viele junge Leute und engagierte Bürgerinnen und Bürger zogen mit Plakaten und Sprechchören zum Stopp des Klimawandels und der Aufforderung zum schnellen Handeln auf allen Ebenen durch Sinzig. Auf dem Kirchplatz fanden sich viele Informationen dazu an den Info-Ständen der Fairtrade-Gruppe, des BUND, der Grünen und vonSinzig4Future. Die eCB-KreisAhrweiler Carsharing-Initiative war sogar mit einem Carsharing-Auto vertreten. Leckeren Kuchen und Kaffee bot die Nachhaltigkeits-AG den Beteiligten zur Stärkung an. Etliche Teilnehmende erkundeten anhand eines Parcours mit Fragen ihren ökologischen Fußabdruck. Die Überraschung war dann recht groß, dass die meisten von uns mindestens zwei, manchmal sogar drei Erden für ihren Lebensstil benötigen! Wir sind alle aufgefordert, uns in jedmöglicher Form am Kampf gegen den Klimawandel zu beteiligen und unseren Lebensstil anzupassen.

Fairer Möhnen-Empfang

Zum diesjährigen Möhnen-Empfang an Weiber-Donnerstag im Sinziger Rathaus beteiligte sich die Fairtrade-Steuerungsgruppe Sinzig. Neben einem kleinen Vortrag zum Thema Fairer Handel, gab es fairen Sekt und allerlei faires Knabberzeug zum Probieren. Zudem verteilten Renate Adams und Ingo Binnewerg von der Fairtrade-Gruppe faires Wurfmaterial für den Sinziger Zug. Darunter sind faire Mango- und Frucht-Gummibären sowie faire Schokoladen-Täfelchen. Die Möhnen freuten sich über die Informationen und waren dem Thema „gerechter Welthandel“ sehr aufgeschlossen.

Bild von Melanie Walkenbach: Ingo Binnewerg und Renate Adams unter den Sinziger Möhnen

Faire Blumen und Schokolade zum Valentinstag schenken

Gerechter Welthandel ist die beste Hilfe für Entwicklung und gegen Flucht

Wir schenken unseren Liebsten gerne einen bunten Strauß frischer Blumen oder leckere Schokolade zum Valentinstag! Sowohl der Kakao für die Schokolade als auch die meisten Blumen kommen aus Ländern des globalen Südens. In Kenia arbeiten ca. 100.000 Menschen in der Pflanzenindustrie. Sie spielt eine immer bedeutendere Rolle und bringt dringend benötigte Devisen ins Land. Frauen machen ungefähr die Hälfte der Beschäftigten auf Blumen- und Pflanzenfarmen aus. Sie sind als Pflückerinnen oder in den Verpackungshallen tätig. Viele sind alleinerziehend, ihr Bildungsstand ist meist niedrig. Oft kennen sie ihre Rechte als Arbeitnehmerinnen nicht. Niedrige Löhne und mangelnde Arbeitssicherheit verschlechtern die Situation. Fairtrade hat das Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. Dazu gehören feste Arbeitsverträge, Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit, Mutterschutz, klare Arbeitszeitregelungen sowie Schutzkleidung und Trainings zum sicheren Umgang mit Chemikalien. Fairtrade-Farmen sind verpflichtet, einen landes- oder sektorspezifischen Mindestlohn/Tariflohn zu zahlen, und diesen kontinuierlich zu erhöhen, um auf das Level eines existenzsichernden Lohnes zu kommen. Kinderarbeit ist nicht erlaubt. Für die Farmen gelten außerdem strenge Umweltkriterien. Die Blumenfarmen erhalten zusätzlich zum Exportpreis eine Fairtrade-Prämie ausbezahlt. Diese beträgt zehn Prozent dieses Preises und kommt direkt den Beschäftigten zugute. Das von der Belegschaft gewählte Fairtrade-Prämienkomitee entscheidet über die Nutzung des Geldes. Das sind alles Vorteile des Fairen Handels, die auch in den anderen Produktionszweigen wie dem Kakao-Anbau gelten.

Wenn wir Faire Waren verschenken, machen wir nicht nur unseren Liebsten eine Freude sondern sorgen auch für ein menschenwürdiges Leben in den Produktionsländern. Der Sinziger Handel hat viele faire Waren im Angebot und berät gerne. Machen Sie mit: Für Mensch und Umwelt!

Weltladen mit starkem Leitungsteam

Auf ihrer Mitgliedersammlung wählten die Mitglieder des Weltladens Remagen-Sinzig turnusgemäß ihr Leitungsteam. Einstimmig, ohne Enthaltung und ohne Gegenstimmen, wurde das Team aus sieben Frauen gewählt. Walburga Greiner und Silke Olesen werden den Weltladen wie gehabt als Sprecherinnen vertreten. Judith Piotrowski leitet weiterhin den Einkauf von fairen Lebensmitteln und Handwerksartikeln. Gudrun Fassbender und Karin Stumm werden für die Ladenorganisation verantwortlich zeichnen. Waltraud Mertens ist für die Koordination der Märkte und den Verkauf in den Büchereien in Oberwinter und Kripp zuständig. Renate Adams vom Förderverein Fairer Handel Sinzig e.V. übernimmt die Verknüpfung von den Sinziger Aktiven zum Weltladen in Remagen und gemeinsam mit Waltraud Mertens den Bildungsbereich.

„Wir sind ein gut eingespieltes Team und freuen uns auch in diesem Jahr über wachsende Umsatzzahlen. Sehr froh sind wir über die zusätzliche Unterstützung von Karin Stumm und Renate Adams. So verstärkt können wir unsere vielen Ideen umsetzen, um noch mehr Aufmerksamkeit auf die ungerechten Zustände im Welthandel zu lenken und unseren Beitrag für eine nachhaltige Veränderung zu leisten,“ so Silke Olesen.

Und Walburga Greiner ergänzt: „Wir fordern mehr Solidarität mit den Menschen in den südlichen Ländern. Insbesondere Kinder und Frauen leiden unter der Ungerechtigkeit des Welthandels. Damit wir möglichst viele Menschen erreichen, gehen wir auf Veranstaltungen und Märkte in Remagen und Sinzig sowie auf spezielle Märkte der Umgebung, wie etwa auf den Martinsmarkt in Dernau, den Weihnachtsmarkt in Bad Bodendorf, den nachhaltigen Adventsmarkt im Rhein-Gymnasium Sinzig oder den Nikolausmarkt in Remagen – um nur einige zu nennen. Außerdem wollen wir vermehrt auch Unternehmen, Vereine und andere Institutionen ansprechen, bei ihrem Einkauf auf mehr Nachhaltigkeit zu achten oder bei Jubiläen faire Präsente zu überreichen.“